Schmerzen im Oberbauch
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Schmerzen im Oberbauch treten vielfältig in Erscheinung und
belasten denjenigen, den es betrifft zum Teil schwer. Dabei kann vor allem der
Schmerzcharakter, welcher sich als stechend, brennend, drücken, oder pulsierend,
ein- oder beidseitig unter den Rippen darstellen kann, aber auch die
Begleitsymptomatik, die von Völlegefühl und Appetitlosigkeit bis hin zu
Erbrechen und Durchfällen reichen kann, die Lebensqualität stark
beeinflussen.
Prinzipiell kann eine Vielzahl an Erkrankungen den
Oberbauchschmerzen zugrunde liegen. Vor allem Erkrankungen des Magens und
anderer Organe des Verdauungssystems führen dazu. Man sollte allerdings auch an
Erkrankungen und Geschehen im Unterbauch (zum Beispiel Blasenentzündungen, oder
bei Frauen der Beginn der Regelblutung), der Wirbelsäule und des
Bewegungsapparates (Verspannungen der Rückenmuskulatur, Bandscheibenvorfälle),
des Herzens (hier sei auf die vor allem bei Frauen auftretenden Schmerzen im
Bereich des Magens bei akutem Herzinfarkt hingewiesen) und der Lunge (sehr
selten) denken.
Schmerzen im Oberbauch durch Magengeschwüre
Die Häufigste Ursache für Schmerzen im Oberbauch ist
allerdings das Magengeschwür oder Darmgeschwür bzw. die Entzündung der
Magenschleimhaut. Solch eine Entzündung entsteht vor allem dann, wenn die
Magenschleimhaut mit dem Kein Helicobacter pyloris besiedelt ist. Eine solche
Besiedlung findet sich nämlich bei ca. 99% der Patienten mit einem
Magengeschwür.
Die Einnahme von Schmerzmedikamenten kann ebenfalls zu einer
Entzündung und daraus resultierendem Geschwür der Magenschleimhaut führen, da
ein Teil dieser Medikamente die Säureproduktion des Magens fördern bzw. die
Produktion der Schutzschicht der Magenschleimhaut verringern.
Weitere
Risikofaktoren für die Entstehung eines Magengeschwürs sind Rauchen und
Übergewicht.
Unbedingt den Arzt aufsuchen
Bei länger andauernden Schmerzen im Oberbauch, die vor allem
während oder nach dem Essen auftreten, sollte ein schnellstmöglicher Arztbesuch
erfolgen. Der Arzt wird, sofern er andere Ursachen bereits durch Befragen und
die körperliche Untersuchung ausgeschlossen hat, eine Entzündung der
Magenschleimhaut mit einem sogenannten Säureblocker behandeln. Als Beispiel sei
hier der Wirkstoff Omeprazol genannt. Bessern sich die Beschwerden innerhalb
einer Woche nicht, erhärtet dies den Verdacht auf die Besiedlung der
Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori und macht eine Magenspiegelung
unumgänglich. Bei dieser Magenspiegelung werden Proben von der Magenschleimhaut
entnommen und auf den Keim untersucht. Erst wenn der Keim nachgewiesen ist, wird
dieser mit antibiotischen Medikamenten abgetötet, sodass sich die Schleimhaut
des Magens erholen und die Entzündung abheilen kann.
Um dem Auftreten
erneuter Magengeschwüre vorzubeugen, kann es in Einzelfällen notwendig sein, den
Säureblocker über einen längeren Zeitraum einnehmen zu müssen. Die Reduktion des
Körpergewichtes, die Einhaltung einer gesunden Ernährungsweise und der Verzicht
auf Zigaretten gehören ebenfalls zu den anzustrebenden Maßnahmen, da somit auch
ohne Medikamente das Risiko für das Auftreten eines erneuten Geschwürs gesenkt
werden kann.